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Die Motte... Opfer der Nacht

Ihr Lippenstift war verschmiert und die gepuderten Backen durchfurcht von Tränentälern. Sie sprach mit leiser Stimme mit sich selbst und flüsterte heimlich mit der Straßenlaterne; umklammerte sie wie einen Freund, und rieb ihre weichen Wangen an der Kälte der blanken Metalloberfläche. Die Zigarette zwischen ihren Lippen glimmte schon lange nicht mehr, so wie das Feuer in ihr drinnen, dass mit einem Eimer kalten Wassers vor 10 Minuten ausgeschüttet worden war. Alle Kindheitsträume sind verflogen, wie sein Parfum heute Abend. Keine Familie, keine Kinder, kein Mann, kein Haus, kein süßer Hund, nicht einmal ein bisschen Liebe - alles Lüge.
Mit einem traurigen Blick verfolgte sie eine taumelnde Motte, die ihren Kopf umkreiste, sich im Zickzack zur Straßenlampe hochschraubte, um dort unablässig gegen die Glaslampe zu fliegen, was jedes mal ein leises Knacken durch die Nacht schallen ließ.
Das Leben kann so einiges mit einem anstellen, aber mit ihr war es schon immer besonders streng gewesen. Kein Happyend, keine Traumprinzen, die sie mit in eine heile Welt nehmen und sich um sie sorgen, alles Lügner, die sich mit ihr einließen. Das war das Problem. Über ihrem Leben prangte eine große Überschrift, in dicken Lettern: Enttäuschung.

Sie kam sich vor wie die Motte über ihrem Kopf, die immer noch gegen die Straßenlampe flog, unablässig, ohne zu lernen, ohne die Angst, der körpereigene Chitinpanzer könnte einen Knacks bekommen. In das Licht der Lampe wurde normalerweise so einiges getaucht, was einsam und verloren durch die Nacht kroch, doch jetzt hatte sie das Gefühl, als wäre sie die Einzige, die noch mit dem Problem der Einsamkeit zu kämpfen hatte, und alle anderen hätten ihren Tanzpartner auf dem Parkett des Lebens gefunden. Wenn man alle Möglichkeiten ausprobiert hat, aber nichts dabei herrauskommt, dann verliert man die Hoffung, und es wäre unvernünftig das nicht zu tun. Als sie wieder die Motte gegen die Glaskuppel der Lampe krachen hörte, erfüllte sie das mit ein wenig Genugtuung, doch nicht das einzige Opfer dieser Nacht zu sein, auch wenn sie wohl weiter alleine tanzen würde müssen, ihren Träumen nachjagen und ihre Krisen alleine durchstehen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, aber es tut trotzdem weh. Das Leben kann so unfair sein.

Das Knacken hatte aufgehört.
Die Motte war tot.

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Die Motte... Opfer der Nacht

Ihr Lippenstift war verschmiert und die gepuderten Backen durchfurcht von Tränentälern. Sie sprach mit leiser Stimme mit sich selbst und flüsterte heimlich mit der Straßenlaterne; umklammerte sie wie einen Freund, und rieb ihre weichen Wangen an der Kälte der blanken Metalloberfläche. Die Zigarette zwischen ihren Lippen glimmte schon lange nicht mehr, so wie das Feuer in ihr drinnen, dass mit einem Eimer kalten Wassers vor 10 Minuten ausgeschüttet worden war. Alle Kindheitsträume sind verflogen, wie sein Parfum heute Abend. Keine Familie, keine Kinder, kein Mann, kein Haus, kein süßer Hund, nicht einmal ein bisschen Liebe - alles Lüge.
Mit einem traurigen Blick verfolgte sie eine taumelnde Motte, die ihren Kopf umkreiste, sich im Zickzack zur Straßenlampe hochschraubte, um dort unablässig gegen die Glaslampe zu fliegen, was jedes mal ein leises Knacken durch die Nacht schallen ließ.
Das Leben kann so einiges mit einem anstellen, aber mit ihr war es schon immer besonders streng gewesen. Kein Happyend, keine Traumprinzen, die sie mit in eine heile Welt nehmen und sich um sie sorgen, alles Lügner, die sich mit ihr einließen. Das war das Problem. Über ihrem Leben prangte eine große Überschrift, in dicken Lettern: Enttäuschung.

Sie kam sich vor wie die Motte über ihrem Kopf, die immer noch gegen die Straßenlampe flog, unablässig, ohne zu lernen, ohne die Angst, der körpereigene Chitinpanzer könnte einen Knacks bekommen. In das Licht der Lampe wurde normalerweise so einiges getaucht, was einsam und verloren durch die Nacht kroch, doch jetzt hatte sie das Gefühl, als wäre sie die Einzige, die noch mit dem Problem der Einsamkeit zu kämpfen hatte, und alle anderen hätten ihren Tanzpartner auf dem Parkett des Lebens gefunden. Wenn man alle Möglichkeiten ausprobiert hat, aber nichts dabei herrauskommt, dann verliert man die Hoffung, und es wäre unvernünftig das nicht zu tun. Als sie wieder die Motte gegen die Glaskuppel der Lampe krachen hörte, erfüllte sie das mit ein wenig Genugtuung, doch nicht das einzige Opfer dieser Nacht zu sein, auch wenn sie wohl weiter alleine tanzen würde müssen, ihren Träumen nachjagen und ihre Krisen alleine durchstehen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, aber es tut trotzdem weh. Das Leben kann so unfair sein.

Das Knacken hatte aufgehört.
Die Motte war tot.